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Die Wiedereröffnung der Bekleidungsgeschäfte in Zeiten des Lockdowns in Spanien

27/05/2020
| Vanessa-Ariane Guzek Hernando
Die Wiedereröffnung der Bekleidungsgeschäfte in Zeiten des Lockdowns in Spanien

Der Ministerialerlass SND/440/2020 vom 23. Mai zur Änderung von Maßnahmen zur besseren Bewältigung der durch COVID-19 verursachten Gesundheitskrise in Anwendung des Plans für den Übergang zu einer neuen Normalität enthält eine Änderung der bisherigen Regelung, die nun die Eröffnung von Einrichtungen mit einer Fläche von 400 Quadratmetern oder weniger, "die einen direkten und unabhängigen Zugang von außerhalb der Parks oder Einkaufszentren haben", erlaubt. Die Änderung ermöglicht die Eröffnung von Geschäften in einem Gewerbegebiet, die auf die Außenseite eines Parks, aber nicht auf eine öffentliche Straße ausgerichtet sind, sowie von Geschäften, die auf einen Platz außerhalb der Einkaufszentren ausgerichtet sind. In Phase 2 können außerhalb der Zentren alle Geschäfte unabhängig von der Größe ihrer Verkaufsfläche wiedereröffnet werden. 

Zudem sind die verschiedenen Personenkapazitätsbeschränkungen in den einzelnen Phasen zu berücksichtigen. In Phase 1 können Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmetern mit einer Beschränkung von 30 % wiedereröffnet werden, wobei zudem für Personen über 65 Jahre vorrangige Öffnungszeiten festgelegt und der empfohlene Abstand von zwei Metern zwischen den Personen gewährleistet werden müssen. In Phase 2 können sämtliche Geschäfte mit einer Beschränkung von 40 % öffnen, wobei bei Einkaufszentren die Gesamtkapazität auf 30 % ihrer Gemeinschaftsbereiche begrenzt wird. In Phase 3 wird die Beschränkung 50% betragen.

Das Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus hat im Hinblick auf die Wiedereröffnung der Bekleidungsgeschäfte einen Leitfaden für gute Praktiken für kommerzielle Aktivitäten erstellt. Zusätzlich zu den bereits bekannten Hygienemaßnahmen, der empfohlenen Verwendung von Masken und der Einhaltung des sozialen Abstands sollten die Bekleidungsgeschäfte mit Umkleideräumen entscheiden, ob sie diese vorübergehend schließen oder nur teilweise öffnen, um das Risiko einer Virusübertragung zu minimieren. Zudem wird die maximale Belegung einer Person pro Umkleidekabine und deren Reinigung nach jeder Nutzung empfohlen. Umkleidekabinen mit einem Vorhang sollten nach Möglichkeit durch eine Tür ersetzt werden. Kleidungsstücke, die von Kunden in den Umkleideräumen benutzt wurden, sollten 48 Stunden lang desinfiziert oder unter Quarantäne gestellt werden, wobei sie mit Einweghandschuhen zu handhaben sind. Den Verbrauchern sollen Handschuhe zur Verfügung zu gestellt werden, um eine Kontamination beim Berühren der Kleidungsstücke zu verhindern. Schließlich sollten die Käufer mit einer kontaktlosen Karte bezahlen, um den Kontakt mit Arbeitern und Zahlungsbildschirmen so weit wie möglich zu vermeiden. 

In der vergangenen Woche hatten Großkonzerne wie Inditex, H&M oder El Corte Inglés damit begonnen, ihre Geschäfte in Spanien wieder zu öffnen. H&M hat zum Beispiel einen Wiedereröffnungsplan erstellt,  zu dessen Präventivmaßnahmen die Schließung der Umkleideräume, die Überprüfung der Kapazität, Methacrylatbarrieren an verschiedenen Stellen der Kassen, Masken und Handschuhe für das Personal und eine 48-stündige Quarantäne für die Kleidung gehören.
 

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