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5,3 Millionen Euro Schulden sind bereits im neuen Register für gerichtlich anerkannte Schulden verzeichnet

29/11/2019
| Marta Arroyo
5,3 Millionen Euro Schulden sind bereits im neuen Register für gerichtlich anerkannte Schulden verzeichnet

Das Register für gerichtlich anerkannte Schulden (Registro de Impagados Judiciales) führt zum ersten Mal alle Informationen zu feststehenden, fälligen, einforderbaren und mittels endgültiger Gerichtsentscheidung anerkannten Schulden zusammen. Diese werden mit dem Einverständnis der Mandanten zur Verteidigung ihrer Rechte von ihren Rechtsanwälten in das Register aufgenommen.

Dieses Säumnisverzeichnis wurde vor gerade einmal fünf Monaten ins Leben gerufen und ist in ganz Spanien gültig. Darin werden Gerichtsent-scheidungen z.B. zur Nichtzahlung von Unterhalt, Schulden zwischen Privatpersonen, Nichterfüllung von Miet- oder Warenkaufverträgen sowie Säumnissen endgültig verurteilter Institutionen aufgenommen. Rechtsanwälte können auch Daten zur Nichtzahlung von Anwalts-honoraren einsehen. Ziel ist dabei nicht nur, das Recht auf tatsächlichen Rechtschutz zu stärken, indem sichergestellt wird, dass den endgültigen Urteilen Folge geleistet wird, sondern auch das Rechts- und Finanzsystem Spaniens transparenter zu machen.

Im Oktober veröffentlichte der allgemeine Rat der spanischen Rechtsanwaltschaft die ersten Zahlen. In gerade einmal vier Monaten wurden bereits 946 Aufnahmeanträge gestellt und insgesamt 5,3 Millionen Euro Schulden verzeichnet. Diese Zahlen haben auch das Interesse der spanischen Finanzwelt geweckt, die derzeit versucht, den Zugang zu den Daten des Registers für gerichtlich anerkannte Schulden zu verhandeln.

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