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Insolvenzeröffnungen in Spanien weiterhin rückläufig

31/10/2015
| Michael Fries
Insolvenzeröffnungen in Spanien weiterhin rückläufig

Der    seit    Anfang    2014    einsetzende    Trend    rückläufiger Insolvenzeröffnungen  in  Spanien  hält  weiterhin  an.  Während  sich zwischen  2007  und  2013  die  Zahl  der  Insolvenzeröffnungen versiebenfachte, haben sich die Insolvenzanträge im Jahr 2014 reduziert. Konkret  wurden  zu  Beginn  der  Krise  im  Jahr  2007  rund  1.600 Insolvenzverfahren eröffnet. Diese Zahl stieg im Jahr 2013 auf knapp 11.000 Insolvenzeröffnungen an und lag 2014 bei nur noch 8.100. Hervorzuheben ist hierbei, dass in den Jahren 2012 rund 750, 2013 900 und 2014 1000 Insolvenzverfahren förmlich eröffnet und im selben sofort wieder mangels Masser abgeschlossen wurden.

Die Tendenz rückläufiger Insolvenzverfahren hält auch weiterhin an, da im ersten Semester des laufenden Jahres von Januar bis Juni nur noch 3.311 Insolvenzverfahren eröffnet wurden, was nicht mehr als 7.000 Insolvenzverfahren für das Jahr 2015 erwarten lässt. Bemerkenswert ist hierbei, dass sich die Zahl der mit Insolvenzverfahren in erster und zweiter Instanz befassten Richter im gesamten Zeitraum nicht verändert hat, was in der Vergangenheit zu einer notorischen Überlastung der mit Insolvenzverfahren befassten Handelsgerichten geführt hat. Dies wird sich in der Zukunft wohl ändern, wenn sich die Insolvenzzahlen auf einem normalen Niveau einpendeln. Auch wird die vorher gesagte steigende Zahl von Privatinsolvenzen nicht zu einer erneuten Überlastung der Handelsgerichte führen, da seit der letzten Reform insoweit die zivilen Gerichte Erster Instanz zuständig sind.

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